Katharina Beer Passungsgespräch EN
Meine Haltung zu: Überzeugung

Fake deine Gedanken, bis du es schaffst

Was Menschen sich oft genug sagen, wird zu ihrer Realität.

Von , Entscheidungsarchitektin ·

„Fake it till you make it.“ Dieser Satz begleitet Menschen, die etwas erreichen wollen, was sich noch nicht echt anfühlt. Der Satz enthält einen wahren Kern.

Was ein Mensch sich oft genug einredet, wird zu seiner Realität. Der Kopf prüft nicht, ob etwas stimmt. Der Kopf nimmt es auf und richtet das Handeln danach aus. Wer sich immer wieder sagt, er sei nicht genug, handelt danach. Wer sich etwas anderes sagt, geht in eine andere Richtung.

Gedanken pausenlos beobachten

Das Grundproblem

Manche raten, die eigenen Gedanken ständig zu beobachten.

Wer das einen Tag lang versucht, merkt schnell, wie anstrengend es ist. Es ist fast unmöglich. Den ganzen Tag laufen Gedanken durch den Kopf, und kein Mensch schafft es, jeden einzelnen bewusst wahrzunehmen.

Ich halte dieses Vorgehen für wenig hilfreich. Wer den ganzen Tag seine Gedanken überwacht, hat kaum noch Energie für das, was er vorhat. Wer mag, probiert es einen Tag lang aus.

Meine Überzeugung

Die Kernaussage

Die Realität eines Menschen beginnt bei seiner Haltung, und die Gedanken folgen ihr.

Eine Haltung lässt sich bewusst verändern. Danach lassen sich Gedanken auswählen, die zu dieser Haltung passen und das eigene Vorhaben bestärken.

Ein Bild dazu: Wer sich hinhockt und von dort aus seine Umgebung betrachtet, nimmt sie anders wahr als jemand, der sich gerade aufrichtet und die Arme ausstreckt. Der Raum bleibt derselbe, und die Wahrnehmung verändert sich mit der Haltung. Das lässt sich in einer Minute ausprobieren.

Angst darf dabei sein

Angst gehört dazu, und sie darf da sein. Wer etwas vorhat, muss nicht erst keine Angst mehr haben.

Als ich meine Zwillingsjungs auf natürlichem Weg zur Welt bringen wollte, nach drei Kaiserschnitten, hat mir jeder Arzt davon abgeraten. Natürlich hatte ich Angst. Ich malte mir dies und das aus. Aber ich wollte diese Geburt so sehr. Ich legte für mich fest, dass ich alles tun würde, um es zumindest zu versuchen, und ich glaubte daran, dass ich es schaffen kann. Das ist meine persönliche Erfahrung und keine Empfehlung für andere.

Zumindest der Glaube daran und die Vorstellung von dem, was sein soll, müssen da sein. Ohne diesen Glauben und diese Vorstellung fehlt der Halt.

Der Soll-Zustand

Diesen Soll-Zustand baue ich mit meinen Mandanten. Bei mir und bei ihnen hat dieses Vorgehen immer wieder zum Erfolg geführt.