Unsere Realität ist unser Spiegelbild
Warum die Außenwelt ein erstaunlich guter Spiegel ist.
Von Katharina Beer, Entscheidungsarchitektin ·
Der Streit, der sich zum dritten Mal wiederholt. Die Aufgabe, die seit Wochen liegt. Die Beziehung, in der es reibt. Diese Wiederholungen sind keine Zufälle.
Das GrundproblemDieselben Situationen kehren im Leben eines Menschen immer wieder.
Die Außenwelt ist ein erstaunlich guter Spiegel. Die Reaktion eines Menschen verrät sehr viel über ihn selbst:
Was ihn besonders trifft
Wo er sich klein macht
Wo er sich beweisen will
Wo er zu viel aushält
Wo er ständig im Widerstand ist
Wo es immer wieder Reibungen gibt
Wo er immer wieder in dieselben Situationen gerät
Aber auch, wo es einfach fließt
Und wo es harmonisch ist
Das Außen zeigt oft sehr präzise, an welchen Stellen in einem Menschen noch etwas ungeklärt ist.
Die KernaussageUnsere Realität ist unser Spiegelbild: Was sich im Leben gerade abspielt, zeigt, wo ein Mensch steht und wo es hängt.
Es gibt nichts zu suchen
Dafür muss weder die Vergangenheit durchforstet noch ein inneres Kind gefunden werden. Ein Mensch ist im Hier und Jetzt alles, was ihn ausmacht, prägt, lenkt und steuert. Es gibt nichts zu suchen. Es genügt, zu erkennen, was ist.
Eine andere Blickrichtung
Interessant wird es, wenn sich der Blick von „Warum passiert mir das schon wieder?“ zu „Was zeigt mir diese Situation gerade über mich?“ verschiebt.
Meistens liegt die wichtigste Information in dem, was ein Ereignis in einem Menschen auslöst. Was passiert, ist meist nur der Auslöser. An diesen Reibungspunkten setzt meine Arbeit an, denn dort liegt der Raum für Entwicklung.