Orgasmen zerstören deine Beziehung! 

geschrieben von Katharina Beer | Lesedauer: 4 min.

Inhaltsverzeichnis

Hey, schön, dass du hier bist! Als du den Titel gelesen hast, hast du da vielleicht gedacht Wh*t the F**k!! Was soll der Quatsch? Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber bitte, nimm dir ein paar Minuten Zeit, um den ganzen Artikel zu lesen – er wird (potentiell) dein ganzes Sex-/ Leben verändern! 

Viel und oft Sex ist gut für die Beziehung

Einen Orgasmus zu haben ist wunderschön – gar keine Frage! Und oftmals wird dazu geraden – besonders in der Partnerschaft – viel und oft Sex zu haben, denn das stärkt die Beziehung. Nun ja – das ist nur teils wahr. Es kommt nämlich sehr darauf an, wie wir Sex haben und vor allem, wie oft und welche Art von Orgasmen wir haben (ja, es gibt mehrere Arten von Orgasmus!). 

Beim Sex und Orgasmus – was passiert da eigentlich? 

Sexualität ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, das nicht nur zur Fortpflanzung, sondern auch zum emotionalen Wohlbefinden beiträgt. Wenn wir uns mit unserem Partner intim verbinden – das fängt schon an beim Streicheln, Kuscheln und Küssen – dann schüttet unser Körper ganz automatisch Bindungs- und Glückshormone aus. Besonders intensiv wird diese Erfahrung, wenn sich Paare wirklich Zeit für einander nehmen und bewussten Sex praktizieren. (Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel ►) Denn, bei einem schnellen Rein und Raus, welches am besten auch noch unter Druck und Stress passiert, kommen eher Frust anstelle von Lustgefühlen auf. 

Ein intimes Zusammenkommen fühlt sich also nicht nur auf der Haut gut an – es ist so, als ob Mann/ Frau innerlich vor Glück platzen könnte. Und oftmals passiert dies auch, indem wir uns in einem Orgasmus entladen. Puhh… war das schön! Aber, was passiert jetzt in unserem Körper? 

Nachdem der Orgasmus freigesetzt wurde, sinkt der Dopaminspiegel drastisch ab, der für unsere Glücksgefühle verantwortlich war, und der Prolaktinspiegel steigt. Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt und bewiesen, dass dieser drastische Hormonabfall dafür sogt, dass wir uns plötzlich irgendwie niedergeschlagen oder vielleicht sogar traurig fühlen. 

Beobachte einmal ganz genau, wie du dich nach dem Orgasmus fühlst (egal ob mit oder ohne Partner!). Strotz du nur so vor Energie, bist voller Freude und Euphorisch – oder kommt eher ein Gefühl der Müdigkeit, Mattheit und Erschöpfung auf? 

Off drugs 

Tatsächlich passiert nach dem Orgasmus dasselbe in unserem Körper als wenn wir Drogen genommen hätten und jetzt runterkommen. Marnia Robinson hat durch langjährige Studien und ihre Arbeit mit Paaren herausgefunden, dass die Stimmung von liebevoller Verbundenheit zwischen Paaren nach dem Höhepunkt noch bis zu zwei oder drei Wochen später nach dem Sex immer weiter kippen kann. 

Auf einmal ist das sexuelle Verlangen weg, der Partner uninteressant, es kommt häufiger zum Streit und beide Partner fühlen sich unausgeglichen. Das wiederum spiegelt sich in der Beziehung und die alltäglichen Miteinander ab.  

Da die Auswirkungen des Hormonungleichgewichts sich auch noch Tage bis Wochen nach dem Orgasmus ausbreiten, besteht die Vermutung, dass dies zum Beispiel bei Frauen heftigere PMS Symptome hervorruft. 

Unsere Natur

Warum reagiert unser Körper so? Nun, die Natur – und wir sind Teil von ihr – will sich fortpflanzen. Und so ist Sex für das Überleben unserer Spezies von wichtiger Bedeutung. Es ist absolut sinnvoll, dass sich der sexuelle Akt an sich schön und angenehm ist (sonst hätten wir sicherlich nicht freiwillig Sex 😉 und uns, laut J. Kielmann (Neuropsychologe), weniger anfällig für körperliche Beschwerden macht. 

ABER… und jetzt kommt die Krux. Die Natur möchte nicht, dass wir längere Zeit mit ein und demselben  Partner zusammen verbringen – wir sollen uns im besten Fall mit so vielen unterschiedlichen Partnern wie nur möglich paaren. Deshalb werden nach dem Orgasmus eben diese Hormone ausgeschüttet, die uns dazu bewegen sollen, zum nächsten Sexpartner weiterzuziehen. Verrückt oder?!

Was tun? 

Um Stimmungsschwankungen und Stress in der Beziehung (ganz abgesehen von all den anderen Folgen, die diese Hormonschwankungen für uns mit sich zeihen können) zu vermeiden, sollte der Orgasmus vermieden werden. WAS????? Ja, zumindest der Orgasmus, durch welchen wir Energie nach Außen verlieren. (Mehr dazu in weiteren Artikeln). 

Wie das gehen soll? Habt Sex – viel! – und verbindet euch… aber tut es auf eine neue Art und Weise. Langsam, bewusst und eben ohne direkten Orgasmus. Glaub mir, am Anfang mag es komisch sein, keinen Orgasmus zu haben (und so zu einem Ende zu kommen), aber mit der Zeit werdet ihr schnell die Vorteile und das Gefühl von wirklicher Ekstase kennenlernen. 

Unsere Konditionierung durchbrechen 

Wie ich festgestellt habe, ist es vorrangig eine reine Kopfsache – dieser Gedanke und diese Sorge keinen Orgasmus mehr haben zu sollen. (Sicherlich wirst du ab und an auch einmal einen Orgasmus haben und das voll und ganz genießen können!) Immerhin wachsen wir damit auf und bekommen es in jedem Film und auf anderen Wegen immer wieder gezeigt, dass es beim Sex um den Orgasmus geht. 

Aus meiner heutigen Sicht und Erfahrung ist dies eine völlig verzerrte und ehrlich gesagt schädliche Darstellung. Nochmal – ja, ein Orgasmus zu haben und zu spüren, ist unbeschreiblich. Aber, stell dir einmal vor, du würdest ab heute nur noch Schokolade konsumieren (ich gehe einfach einmal davon aus, dass du Schokolade liebst.. ansonsten such dir eine andere Sache deiner Wahl aus) nur weil dir Schoko so gut schmeckt. Sicherlich würdest du bald einige unerwünschte Nebenwirkungen feststellen. 

Mit diesem Beispiel möchte ich verdeutlichen, dass es auch beim Orgasmus genauso wie mit so vielen anderen Dingen im Leben, um den achtsamen Umgang und die Balance geht. Vielleicht stellst du fest, dass sich dein Körper irgendwann, wenn du sehr erregt bist, sogar von ganz alleine in einen Orgasmus entladen möchte. Das ist O.K. Auch ab und zu einen Orgasmus zu provozieren ist O.K. Aber, vielleicht achtest du ab jetzt darauf, dass der Fokus bei eurem (oder deinem Solo Sex) nicht mehr nur ausschließlich darauf liegt.

Probiere es doch einfach einmal aus, 30 Tage lang keinen Orgasmus zu haben, dich aber regelmäßig mit deinem Partner (oder alleine) zu verbinden. Beobachte mal, was passiert – wie du dich während und vor allem nach der Verbindung fühlst und was sich in euerer Beziehung zu einander verändert. Teile deine Beobachtungen gerne in den Kommentaren – ich bin super gespannt! 

Fazit

Sex – ja, bitte… und zwar so oft wie möglich und vor allem langsam und bewusst, aber lieber nicht so oft zum Orgasmus kommen. Denn, dach einem Orgasmus sinkt der Dopaminspiegel drastisch ab und der Prolaktinspiegel steigt an, was zu einer nachfolgenden Stimmungsschwankungen, Unausgeglichenheit, Gefühlen von Missmut, Trauer oder sogar Depression führen kann. Diese hormonellen Veränderungen können noch Tage bis Wochen nach dem Geschlechtsverkehr anhalten und sich negativ auf die Beziehung auswirken – das sexuelle Verlangen nimmt ab und Streitigkeiten oftmals zu. Durch viel Kuscheln, Küssen und eine achtsame Yoni Lingam Verbindung wird der Dopaminspiegel oben gehalten und die Beziehung nachhaltig gestärkt.

Happy Sex und Zweisamkeit –

Katharina

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Über die Autorin Katharina
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